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Congensis Kaffee

Der Congensis Kaffee ist auch unter dem Begriff Kongo Kaffee bekannt. Es ist nicht besonders schwer zu erraten, wo er herkommt und wo er angebaut wird. Richtig, die Antwort ist Kongo, demokratische Republik Kongo, um genau zu sein. Charakteristisch für die, Ende des 19.Jahrhunderts entdeckte Pflanze sind die kleinen, schmalen Blätter und die großen, weißen Blüten.

Anbau

Coffea Congensis wird in den tropischen und subtropischen Klimaregionen angepflanzt. Zum wachsen benötigt er eine moderate Niederschlagsmenge. Auf Temperaturschwankungen von mehr als 20 Grad Celsius reagiert der Congo Kaffee sensibel und bei Frost geht die Pflanze ein.  Congensis Kaffeepflanzen haben dicke Wurzeln, die tief in die Erde gehen. Als Glashausgewächse sind sie deshalb wenig geeignet.

Geschmack

Ein erdiges, fettes Aroma, ähnlich dem des Robusta Kaffees, zeichnet diese Kaffeesorte aus. Viele Kaffeeliebhaber sind der Meinung, dass der Geschmack des Congensis Kaffees nicht so verbrannt ist wie der des Robusta.

Mischung mit anderen Bohnen

Der Kongo Kaffee wird häufig mit leichten glatten Sorten gemischt, da er einen hohen Koffeingehalt hat. Die bevorzugte Kaffeesorte zum mischen ist Liberica. Manchmal wird auch mit Robustabohnen gemischt, um einen besonders kräftigen „Blend“ zu erhalten.

Stenophylla Kaffee

Der Stenophylla Kaffee ist ein bis zu 3 Meter groß werdender Kaffeestrauch, der aus den Bergen der westafrikanischen Staaten Sierra Leone, Elfenbeinküste und Guinea  stammt. Kurz nach seiner Entdeckung, in den 1890er Jahren, hätte beinahe die große Stunde des Stenophylla geschlagen. Der Stenophylla Kaffee hatte sich den Ruf erworben, geschmackvoller als der Arabica zu sein. Da er auch dem Blattrost gegenüber  weniger empfindlich war, überlegten viele englische Plantagenbesitzer den Umstieg auf die neue Sorte. Dazu kam es aber nicht. Der Grund: Die Stenophylla Pflanze benötigt 9 Jahre um den vollen Ertrag zu erwirtschaften, Die Arabica Pflanze braucht dazu nur maximal 7 Jahre. Die Plantagenbesitzer blieben aus rein ökonomischen Gründen bei der Arabicabohne, oder stiegen auf die Robustabohne um. Dem Stenophylla blieb nur der Spitzname „die vergessene Bohne“.

Die Pflanze von anderen Kaffeesorten zu unterscheiden ist nicht schwer, der Stenophylla Kaffeestrauch hat sehr schmale Blätter und ist viel kleiner als seine Verwandten. Sein milder Geschmack wird oft mit dem von Tee verglichen. Keine erdigen oder verbrannten Geschmacksnuancen, wie so oft bei Kaffeesorten aus Westafrika, finden sich im Stenophylla Kaffee.

Excelsa Kaffee

Der Excelsa Kaffee ist eine wahre Rarität. Gerade einmal 1% Weltmarktanteil hat diese, erst 1904 am westafrikanischen Tschadsee entdeckte Kaffeesorte. Coffea Excelsa ist eine Abart der Liberica Kaffeepflanze und ähnelt dieser  in Wuchs und Blattform. Die Blätter haben eine charakteristische rötlich violette Färbung, die erst mit zunehmendem Alter grün werden. Die Kaffeekirschen wiederum haben in etwa die Größe der Robusta-Bohnen. Der Excelsa Kaffeestrauch hat von allen Kaffeesorten den kräftigsten Wuchs und die tiefsten Wurzeln. Diese tiefen Wurzeln ermöglichen es der Pflanze auch in sehr trockenen Regionen zu wachsen und eine befriedigende Ernte zu erbringen, obwohl die Reifedauer mit 12 bis 14 Monaten zu den längsten gehört. Der hauptsächlich im Tschad angebaute Excelsa Kaffee wird für seinen milden, erdigen Geschmack geschätzt und vor allem mit anderen Sorten gemischt.

Benghalensis Kaffee

Eigenschaften

Coffea Benghalensis, oder auch Bengal Kaffee genannt, ist eine wenig bekannte Kaffeesorte, die in den hintersten Winkeln des afrikanischen Kontinents angebaut wird. Diese Kaffeesorte wird sowohl für medizinische Zwecke, als auch als Aufgussgetränk genutzt. Benghalensis Kaffee besteht aus langen, dünnen Blättern und aus kleinen weißen Blüten. Die Bohnen dieser Sorte sind größer als die meisten anderen Kaffeebohnen. Beim Rösten der Bohnen entsteht ein Öl, das antiseptische Eigenschaften hat.

Anbau

Benghalensis Kaffee gedeiht in tropischen und subtropischen Regionen. Diese Sorte ist nicht besonders widerstandsfähig. Dürre, Frost oder Krankheiten übersteht die Bengal-Kaffeepflanze genauso wenig wie Überschwemmungen. Es ist also sehr schwer, einen guten Platz zum Anbau zu finden. Ein hoher Preis und ein geringes Angebot sind die Folge. Der Benghalensis Kaffeebaum hat dicke Wurzeln, die tief in die Erde reichen, wodurch es unmöglich ist diese Sorte im Glashaus zu ziehen.

Geschmack

Der Bengal Kaffee ist für sein starkes, erdiges Aroma bekannt, das dem des Robusta Kaffees sehr ähnlich ist. Sortenrein aufgebrüht kann man auch verbrannte Untertöne herausschmecken.

Mischung

Wegen der hohen Kosten der Bohnen, wird Coffea Benghalensis selten mit anderen Bohnen gemischt. Kaffee Aficionados sind jedoch der Meinung, dass eine Mischung mit Robustabohnen oder Libericabohnen ein ausgesprochen hochwertiges Getränk ergibt. Eines ist jedenfalls klar, der Trinker eines solchen Blends wird wach bleiben, da sowohl Robusta, als auch Benghalensis einen hohen Koffeinanteil haben.

Kaffeesorten

Die beiden wichtigsten Sorten der Kaffeepflanze sind Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta)
Die Qualitätsstufen ergeben sich aus der Sorte der Kaffeebohne, der Art der Kaffeepflanze und Anbauort.
Kaffee aus reinen Arabica-Bohnen gilt als qualitativ hochwertiger als der aus Robusta-Bohnen.

  • Arabica-Bohnen

Arabicabohnen haben einen Weltmarktanteil von ungefähr 60 % des produzierten Kaffees.
Sie sind hocharomatisch und enthalten 16 Prozent Kaffeeöle, was zu ihrem besseren Aroma beiträgt und sie berühmt gemacht hat.
Die Arabicabohnen besitzen 0,9 bis 1,4 Prozent Koffein das ist nur die Hälfte des Koffeins das im Vergleich zur Robusta-Bohne enthalten ist.
6,5 Prozent Chlorogensäuren, die laut jüngsten Forschungen krebsvorbeugend sein sollen.
Arabicabohnen sind von der Form her länglich-oval und haben einen geschwungenen Spalt auf der Bohnenunterseite.
Die Crema bei Arabica-Espresso ist haselnussbraun mit rötlichen Schattierungen und meist nicht sehr dick.

  • Robusta-Bohnen

Robustabohnen haben ca. 36 % Anteil an der Weltproduktion.
Sie enthalten nur 10 Prozent Kaffeeöle und gelten daher als weniger wertvoll wie Arabicabohnen, was sich auch im Preis niederschlägt.
Die Robustabohnen besitzen 1,8 bis 4 Prozent Koffein und sind damit deutlich anregender als die Arabica-Art.
Ihr Gehalt an Chlorogensäuren liegt bei 10 Prozent und ist damit höher als bei der Arabicabohne.
Robustabohnen sind von der Form her rundlich und haben einen geraden Spalt auf der Bohnenunterseite. Die Crema bei Robusta-Espresso ist dunkelbraun mit gräulichen Reflexen.
Sie ist dick und weist größere Bläschen auf, löst sich aber im Vergleich zur Arabica-Crema schneller auf.
Von den Farmern wird diese Sorte vor allem wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer kürzeren Reifungszeit (gegenüber der Arabica) geschätzt.

sind widerstandsfähig und enthalten Sie

  • Excelsa-Bohnen

gilt als Bohnenrarität, wurde 1904 am Tschadsee gefunden. Hat von allen Bohnensorten den kräftigsten Wuchs. Vor allem die Fähigkeit, auf trockenerem Boden gut zu gedeihen und auch in regenarmen Jahren einen befriedigenden Ertrag zu erwirtschaften, zeichnet sie aus. Dennoch nur ca. 1 % Anteil an der Weltproduktion.

  • Stenophylla-Bohnen

Die besonders kleinblättrige Pflanze aus Westafrika (Guinea und Sierra Leone) kann in bis zu 700 m Seehöhe angepflanzt werden. In Sierra Leone wird mit dieser Sorte der bekannte „Highland Coffee“ hergestellt. Die Bohnen sind rund und groß, die Früchte werden bei der Reifung schwarz.