Kaffee und Diabetes

Liest sich das nicht wunderbar? „Der Genuss von Kaffee vermindert das Risiko  zuckerkrank zu werden, stellt eine Studie der brasilianischen Universität Sao Paolo fest.“ Leider muss man das relativieren, denn zum einen behandelt die Studie nur Diabetes Typ 2 (Diese Art des Diabetes wurde früher auch nicht-insulinabhängiger Diabetes mellitus oder Altersdiabetes genannt, da er in der Regel bei älteren Menschen zum ersten Mal auftritt ), zum anderen wurde die Diabetes hemmende  Wirkung nur festgestellt, wenn der Kaffee zum Mittagessen getrunken wurde. 69.532 französische Frauen im Alter von 41-72 Jahren hatten an dieser Untersuchung teilgenommen. Das durchaus überraschende Ergebnis: es ist egal ob der Kaffee koffeinfrei ist oder nicht, ob er gezuckert ist oder nicht, ob er gefiltert ist oder nicht. Lediglich der Zeitpunkt des Trinkens ist relevant, zu Mittag eben. Test mit Tee oder Zichorien-Kaffee haben keine derartige Wirkung erzielt.

Häufig gestellte Fragen –FAQ

Frage: Stimmt es, dass Kaffee gegen Typ 2 Diabetes schützt?

Antwort:  Gegenwärtig ist es zu früh, das zu behaupten. Die epidemiologische Forschung hält allerdings fest, dass Kaffee einen schützenden Effekt haben kann.

Frage: Wie kann Kaffee gegen Typ 2 Diabetes schützen?

Antwort: Die genaue Ursache und Wirkung muss noch festgestellt werden. Es gibt schon Hypothesen und die Untersuchungen laufen in einigen Forschungszentren auf Hochtouren.

Frage: Hat jeder Kaffee diesen Effekt?

Antwort: Ja. Koffeinhaltiger und koffeinfreier Kaffee haben dieselbe Wirkung bezüglich des Diabetes-Risikos.

Frage: Wie viel Kaffee muss man trinken, um eine schützende Wirkung zu erzielen?

Antwort: Die meisten Forschungsarbeiten zu dem Thema Kaffee und Diabetes konstatieren, dass positive Effekte bei einem Konsum von 3 bis 4 Tassen pro Tag zu erkennen sind.

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