Jamaica Blue Mountain Kaffee

Wenn Sie ein leidenschaftlicher Kaffetrinker sind, dann müssen Sie Jamaican Blue Mountain Kaffee unbedingt probieren.

Was ist Jamaica Blue Mountain Kaffee?

Obwohl auf vielen karibischen Inseln Kaffee angebaut wird, ist der Blue Mountain Kaffee der Beste und bekannteste von ihnen. Kenner charakterisieren ihn als die vollkommene Kombination von Säure, Aroma und Körper mit einem schokoladig süßen Unterton und niedrigem Koffeingehalt.

Die Blue Mountains sind keine Marke, sondern das Anbaugebiet dieses Gourmet Kaffees, das sich im Osten von Jamaica befindet. Sie gehören zu den höchsten Erhebungen der Karibik und erreichen eine Höhe bis 2256 Meter(Blue Mountain Peak). Um sich Jamaican Blue Mountain Kaffee nennen zu dürfen, muss der Kaffee in einer Höhe zwischen 900 und 1700 Meter in den Gemeinden von Saint Mary, Saint Thomas, Portland oder Saint Andrew angebaut werden.  Die Regionen über 1700 Meter sind Naturschutzgebiet. Kaffee, der unter 900 Meter angebaut wird, ist etwas säurehaltiger und  gelangt als „Jamaica Low Mountain“ oder „Jamaica High Mountain“ in den Handel.

Nebel, kühle Temperaturen und viel Regen bestimmen das Klima, das die Kaffeekirschen nur langsam reifen lässt. In Kombination mit dem vulkanischen Boden, der reich an Pottasche, Stickstoff und Phosphor ist und gut entwässert wird, ergibt sich die ideale Kaffeeanbauregion. Die 10-monatige Reifezeit lässt die Arabica-Bohnen grösser, härter und geschmacksintensiver werden.

Geschichte

Der Kaffeestrauch wurde 1728 in Jamaica eingeführt und mit Sklavenarbeit  bewirtschaftet. Die Branche wuchs schnell und bis 1814 gab es mehr als 600 Plantagen. Nachdem die Sklaverei abgeschafft wurde, erwarben viele ehemalige Sklaven ihr eigenes Land und fingen an, selbst Kaffee zu pflanzen. Mangel an Arbeitskräften ließ die Zahl der Anbaubetriebe bis 1850 auf 180 zurückgehen. Um 1870 begannen einige weiße Plantagenbesitzer ihren Kaffee „Blue Mountain“ zu nennen, um ihren Kaffee von dem der befreiten Sklaven abzugrenzen. Diese Plantagenbesitzer profitierten von der besseren Ausrüstung und ihren Beziehungen zur britischen Kolonialmacht. Dadurch war es ihnen möglich, hochqualitativen und teuren Kaffee zu exportieren. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts begann dann die Zeit der japanischen Investitionen, was bis heute 80% der Jahresernte von Jamaican Blue Mountain Kaffee in japanischen Besitz bringt.

Wo bekommt man Blue Mountain Kaffee und was kostet er?

Die geringe Anbaufläche, die schwierigen Bedingungen bei der Ernte und die große Nachfrage machen den Jamaican Blue Mountain Kaffee zu einem kostspieligen Vergnügen. Lediglich 1000 Tonnen werden auf den 6000 Hektar Anbaufläche geerntet, was den Preis auf über 100 Euro pro Kilo treibt.

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