Maragogype Kaffee

Die 1876 in der brasilianischen Stadt Maragojipe entdeckte Kaffeesorte ist eine Mutation des Arabica Kaffees. Die Bohne hat eine länglichere Form im Gegensatz zu anderen Kaffeesorten und ist die Größte Kaffeebohne überhaupt. Diese Tatsache brachte ihr den Beinamen „Elefantenbohne“ ein. Wie alle Arabicas gedeiht Maragogype Kaffee am besten in einer Höhe zwischen 700 und 1200 Metern, die Ernteerträge reichen aber an die der großen Schwester bei weitem nicht heran. Hauptanbaugebiete sind Nicaragua und Mexiko, aber auch in anderen mittel- und südamerikanischen Ländern kann man die Maragogype Kaffeebohne finden. Kenner charakterisieren diesen Kaffee als säurearm, sehr bekömmlich und magenschonend. Sein volles Aroma entfaltet der Maragogype, wenn er nicht zu stark geröstet wird. Möglich ist auch eine zweimalige helle Röstung. Die Kaffeebohnen werden hierbei zweimal schonend geröstet, um Verbrennungen zu vermeiden. Wie alle Arabica Kaffeesorten hat auch der Maragogype Kaffee einen niedrigeren Koffeingehalt als der im Tiefland wachsende Robusta Kaffee. Das liegt daran, dass mit zunehmender Höhe der Koffeingehalt abnimmt, was auf die geringere Konfrontation mit Schädlingen zurückzuführen ist. Vermutlich bedienen sich Kaffeepflanzen des Koffeins, um es als natürliches Insektizid gegen Befraß einzusetzen. Grundsätzlich ist der Koffeingehalt einer Tasse abhängig von der Zubereitung. Kommt der Kaffee sehr lange mit heißem  Wasser bei einer sehr feinen Mahlung in Berührung, löst sich wesentlich mehr Koffein aus dem Pulver als bei grober Mahlung und kurzem Wasserkontakt, wie bei einem Espresso. Gerade wenn man eine besonders magenschonende und säurearme Kaffeemischung erhalten möchte, eignet sich Maragogype Kaffee hervorragend.

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